Haare

Haare richtig waschen Muenster bei Dr. Eichelberg

Haare: Die bekanntesten Vorurteile

Richtig oder falsch: Täglich 100 Bürstenstriche für schönes Haar?

Nein, es stimmt nicht mehr. Dieser Schönheitstipp stammt aus einer Zeit, als man sich längst nicht so oft die Haare wusch wie heute. Gegen Dreck und Staub half nur Bürsten. Zudem haben die Bürstenstriche das Fett der Kopfhaut im gesamten Haar verteilt, das brachte Glanz und Geschmeidigkeit.

Doch heute waschen wir fast täglich unsere Haare, deshalb: Nicht übertreiben. Schlechte Bürsten und Kämme, z.B. aus Kunststoff, können zudem die Haarstruktur schädigen und die Talgproduktion der Kopfhaut unnötig anregen. Bei längeren Haaren kann zusätzlich noch Spliss entstehen.

Also, lieber kurz bürsten und evtl. auch zwei- bis dreimal täglich. Das regt die Durchblutung der Kopfhaut an und unterstützt somit gesundes Haar.

Richtig oder falsch: Fettige Haare nicht täglich waschen?

Nur zu scharfe Shampoos können bei fettigen Haaren einen zusätzlichen Fettschub auslösen. Bei einem milden Antifett-Shampoo ist gegen tägliche Haarwäsche überhaupt nichts einzuwenden.

Richtig oder falsch: Männer mit Glatze sind besonders potent?

Das männliche Sexualhormon Testosteron und erblich bedingter Haarausfall hängen zwar zusammen, jedoch haben Männer mit Haarausfall nicht zwangsläufig besonders viel Testosteron im Blut. Das Hormon wird nur intensiver durch die Haarwurzeln aktiviert und kann dadurch schädigend wirken.

Richtig oder falsch: Graue Haare gibt es nicht?

Richtig! Der optische Eindruck vom grauen Schopf wird von einer Mischung aus pigmentierten und pigmentlosen Haaren verursacht. Ein einzelnes graues Haar gibt es also tatsächlich nicht. Es ist entweder weiß oder farblos. In den Haarwurzeln sitzen die farbgebenden Zellen, die mit den Jahren die Produktion des Farbpigments Melanin verlangsamen und irgendwann ganz einstellen. Dann erscheinen zwischen den noch pigmentierten Haaren zunehmend weißliche, unpigmentierte. Häufig beginnt diese Veränderung an den Schläfen und erreicht zuletzt den Hinterkopf.

Die Erbanlagen spielen dabei durchaus eine Rolle und beeinflussen z.B., ab wann der Produktionsprozess sich verlangsamt. Unabhängig davon kann aber auch eine Übersäuerung des Körpers und in der Folge Nährstoffmangel zu grauen Haaren führen. Die UV-Strahlen des Sonnenlichts unterstützen den Alterungsprozess ebenso, wenn sie das Haar schädigen. Kurzum: Niemand ist vor weißen Haaren gefeit.

Richtig oder falsch: Durch Rasieren wird das Haar kräftiger?

Viele Frauen glauben, dass die Haare nach einer Beinrasur dicker, borstiger und dunkler nachwachsen. Das ist jedoch eine optische Täuschung, denn das Haar wird an seiner dickeren Mitte gerade abgeschnitten, während die Haare sich zur Spitze hin verjüngen. Frisch nachgewachsene Stoppeln dagegen haben noch ihren vollen Umfang und erscheinen daher kräftiger.

Aber warum erscheinen die nachwachsenden Haare dunkler? Junge Haare haben noch ihren vollen Melaningehalt – erst Sonne und Reinigungsmittel bleichen sie mit der Zeit aus. Sobald der Nachwuchs länger wird, ist alles wieder wie vorher.

Richtig oder falsch: Hüte und Mützen fördern die Glatzenbildung?

Keine Sorge: Hüte, Mützen, Tücher, Baseballkappen und andere Kopfbedeckungen behindern den Haarwuchs nicht. Es ist der Blutkreislauf, der die Haare mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Dabei hat es keinen Einfluss, wie viel Licht und Luft von oben an den Haarschopf kommen.

Richtig oder falsch: Durch Zupfen wachsen die Brauen buschiger nach?

Nein, im Gegenteil: Bei häufigem Zupfen kann es sogar passieren, dass die Wurzel mit entfernt wird und dann wächst gar kein Haar mehr nach. Darum sollte man grundsätzlich nur am unteren Rand zupfen und deine Braunen nicht zu schmal formen.

Richtig oder falsch: Täglich ein Pferdeschwanz lässt die Haare abbrechen?

Wenn man über einen längeren Zeitraum die Haare täglich straff zum Pferdeschwanz bindet, können sie tatsächlich am Ansatz brechen und lichte Stellen entstehen. Also: Das Styling öfter mal wechseln.

Richtig oder falsch: Häufiges Schneiden kräftigt die Haare und lässt sie schneller wachsen?

Wie kräftig das Haar ist, ist genetisch bedingt und wird durch Schneiden nicht beeinflusst. Dennoch wirken Haare nach dem Schneiden oft voluminöser, da die dünnen, fransigen Spitzen abgeschnitten wurden. Die Haarlänge beeinflusst übrigens auch nicht den Haarausfall, ein Kurzschneiden der Haare ist daher nicht sinnvoll.

Wer seinen Körperhärchen mit dem Rasierer zuleibe rückt, hat oft das Gefühl, dass sie stärker nachwachsen. Der Eindruck täuscht jedoch, denn ältere Haare verjüngen sich zur Spitze hin.

Auch das Wachstum wird durch Schneiden nicht beschleunigt: Die Haare wachsen ein bis eineinhalb Zentimeter pro Monat bzw. 0,35 mm pro Tag – egal, ob man sie rasiert, schneidet oder unbehelligt sprießen lässt.

Barthaare wachsen schneller, nämlich bis zu 0,5 Millimeter pro Tag. Die Haare unter den Achseln hingegen schaffen täglich durchschnittlich 0,3 Millimeter. Augenbrauen sprießen mit 0,16 Millimeter täglich deutlich langsamer und haben wie alle Körperhaare einen natürlichen „Längenstopp“.

Richtig oder falsch: Haarkuren können Spliss reparieren?

Spezielle Haarpflegemittel versprechen Hilfe, wenn sich Haarspitzen aufsplitten, doch beseitigen können sie den Schaden nicht. Die äußere Haarschicht besteht aus sieben Lagen Schuppen, die wie die Ziegel auf einem Dach übereinander geschichtet liegen. Wenn sie sich aufsträuben, wirkt die Spezialpflege wie Kleister und klebt die aufgesplitteten Enden wieder aneinander. Das hat jedoch nur einen optischen Effekt. Den Spliss wirklich beseitigen kann nur das Schneiden der Spitzen.

Richtig oder falsch: Zuviel Pflege schadet dem Haar?

Häufiges Haarewaschen und Färben schadet den Haaren nur in den sehr seltenen Fällen, wenn sie unter Strukturschäden leiden. Lassen Sie sich in diesem Fall vom Haararzt beraten. Bei fettigen Haaren können zu scharfe Shampoos eine schnelle Nachfettung auslösen. Bei Verwendung von milden Antifett-Shampoos ist gegen tägliche Haarwäsche nichts einzuwenden.

 
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